Wir über uns !

Wir züchten seit 1976 Vögel. Früher waren es alle Arten von Sittichen, heute züchten wir überwiegend Papageien. Es begann damals alles mit ein paar Wellen- und Nymphensittichen. Bei den Papageien fing es an mit einem paar Graupapageien. Jedoch blieb es nicht dabei und es kamen immer mehr Papageien hinzu, so dass wir heute mit Stolz sagen können, dass wir hier im Saarland der größte Papageienzüchter mit vielen verschiedenen Arten von Papageien, ob große oder kleine, sind.

Ich habe mein Hobby seit dem Jahre 2006 zu einem hauptberuflichen Unternehmen umorganisiert, habe also mein Hobby zu meinem Beruf gemacht. Seit dem Jahre 2007 habe ich auch die Erlaubnis zur Zucht und Handel mit Wirbeltieren gem. § 11 Abs. 1 Nr. 3a und b Tierschutzgesetz von unserer Veterinärbehörde erhalten. Meine Frau, die hauptberuflich tätig ist als Vollziehungsbeamtin hilft mir tatkräftig dabei, die kleinen Papageien in der Handaufzucht groß zu ziehen. Jedoch bin ich nicht im An- und Verkaufsgeschäft tätig. Damit ist viel zu viel Tierquälerei verbunden. Wir geben nur von uns nachgezogene Papageien ab. Auch werden die Tiere, bevor sie bei uns die Anlage verlassen, mit allen notwendigen Papieren und Untersuchungen versehen. Unsere Tiere sind alle geschlossen beringt mit BNA-Ringen bzw. mit einem registriertem Chip.

Zur Vogelzucht gehört eine Mischung aus Erfahrung, Talent, Glück und viel Arbeit. Fast drei Stunden täglich bin ich allein mit der Fütterung der Vögel beschäftigt. Jeden Tag werden bei uns fünf bis sieben Kilo frisches Obst zerschnitten und verfüttert. Des Weiteren werden Unmengen von Körnerfutter, Pellets sowie Keimfutter den Tieren angeboten.

Unsere Anlage ist über 350 Quadratmeter groß und verfügt über eine eigene Heizung und Wasserberieselungsanlage. Unsere Tiere sollen im Prinzip so naturnah wie möglich untergebracht sein.

Über das ganze Jahr versehen werden bei uns junge Papageien mit viel Liebe in der Handaufzucht großgezogen. In den ersten Tagen werden diese alle zwei Stunden gefüttert von morgens sechs Uhr bis zur letzten Fütterung am Tag um zwei Uhr nachts. Je älter die Jungen werden, desto länger werden die Fütterungsintervalle. Abgegeben werden die Jungtiere je nach Art mit drei Monaten, Soldatenaras mit sechs bis sieben Monaten, Hyazintharas erst mit acht bis neun Monaten. Diese Tiere sind eine Aufgabe für sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr. Freizeit gibt es da nur sehr selten.

Die Vogelzucht ist eine Verantwortung auch für Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Durch die Nachzuchten einiger seltenen Arten ist der Erhalt dieser Tiere gesichert. Dies habe ich mir zur Aufgabe gemacht. Durch Seminare und Besuchen von Papageienworkshops bzw. Kongressen bilden wir uns ständig weiter, damit wir auch weiterhin unseren Tieren die bestmögliche Behandlung zukommen lassen können. Natürlich braucht man, sofern es nötig wird, auch einen guten Tierarzt, der sich mit Papageien auskennt. Wir haben hierfür einen Spezialisten in Luxemburg Tierarzt Dr. Carlo Manderscheid, der unsere Anlage ständig betreut und für unsere Vögel sämtliche notwendigen Untersuchungen durchführt, z.B. auch die Ankaufsuntersuchungen von Papageien, die neu hinzukommen. Diese werden erst in Quarantäne gesetzt, und sämtliche Untersuchungen z.B. Test auf PBFD-Virus Polyoma-Virus, Herbes-Virus, Paramyxo-Virus , Chlamydien, werden durchgeführt. Sind diese Ergebnisse sodann alle negativ, werden die Papageien in die Anlage umgesetzt.

Wir lassen uns für Gespräche mit Menschen, die sich einen Papagei anschaffen wollen, sehr viel Zeit, damit diese sich darüber klar werden können, ob solch ein Kauf auch das richtige für sie ist. Wir informieren über die Art der Vögel, die Lautstärke, den Umgang sowie die Ernährung. Sollte man sich dann für den Kauf eines Papageis bei uns entscheiden, besteht die Möglichkeit das Tier ab der vierten Woche so oft es geht zu besuchen, damit es sich an seinen neuen Besitzer gewöhnen kann. Mit ca.drei Monaten, je nach Art des Papageis, wechselt das Tier sodann den Besitzer und wir sind weiterhin als Ansprechpartner für den Käufer da, sollten einmal Probleme oder irgendwelche Fragen auftauchen. Auch ist es uns so möglich, weiterhin zu erfahren, wie es denn den Papageien in ihrem neuen Zuhause geht.